Maschinen, die sich melden, bevor sie ausfallen.

Vibrations-, Temperatur- und Stromüberwachung an Bestandsmaschinen für produzierende KMU – nachrüstbar, ohne SPS-Eingriff, mit Anomalie-Erkennung.

Vibrations-, Temperatur-, Strom- und Drehzahl-Daten an Bestandsmaschinen erfassen, ohne in die SPS-Steuerung einzugreifen. Anomalien werden erkannt, bevor sie zum Stillstand führen – Instandhaltung wird vom Reagieren zum Vorbeugen.

Wenn der Ausfall der erste Indikator ist.

In den meisten produzierenden KMU fällt eine Maschinenstörung erst auf, wenn die Linie steht. Der Schaden ist dann nicht nur der Stillstand – es sind oft auch teure Folgeschäden an Lagern, Spindeln und Getrieben, weil ein kleines Problem zu lange unbemerkt lief. Klassische Wartung nach Kalender geht systematisch am Bedarf vorbei: Manche Anlagen werden zu häufig gewartet, andere zu selten.

Zustandsüberwachung von Tila Tech bringt nachrüstbare Sensoren (Beschleunigung, Temperatur, Strom, Drehzahl) an Bestandsmaschinen aller Hersteller. Die Daten landen in einer zentralen Plattform, die typische Schadensmuster erkennt und Frühwarnungen ausspielt – ohne SPS-Eingriff, ohne Hersteller-Lock-in und ohne Garantieverlust an Ihrer Anlage.

Typische Probleme aus der Praxis

  • Ungeplante Stillstände — Defekte zeigen sich erst durch den Ausfall – Folgeschäden und Lieferverzug sind die Regel.
  • Wartung nach Kalender statt Bedarf — Manche Anlagen werden zu früh angefasst, andere zu spät – Wartungsbudget wird nicht optimal eingesetzt.
  • Keine Datengrundlage für Instandhaltung — Schadensursachen werden vermutet, nicht belegt – kein Lernen über Generationen von Maschinen hinweg.
  • Alte Maschinen ohne Sensorik — Bestandsmaschinen liefern keine Diagnose-Daten – Modernisierung wäre kostspielig und meist nicht wirtschaftlich.
  • Wissen liegt bei wenigen Personen — Erfahrene Instandhalter erkennen Schäden am Geräusch – das Wissen geht mit der Rente verloren.

Was ist Zustandsüberwachung (Condition Monitoring)?

Zustandsüberwachung – im Englischen Condition Monitoring – bezeichnet die kontinuierliche Erfassung physikalischer Größen einer Maschine, um deren Zustand und Verschleiß objektiv zu bewerten. Typische Größen sind Schwingung (Vibration), Temperatur, Strom, Drehzahl, Druck und Ölzustand. Aus deren Verlauf werden Trends, Grenzwertverletzungen und Schadensmuster abgeleitet.

Tila Tech setzt nachrüstbare Sensoren (oft batteriebetrieben mit LoRaWAN, BLE oder Wi-Fi) ein und integriert sie mit einer Cloud-Plattform in deutschen Rechenzentren. Wir nutzen offene Protokolle (MQTT, OPC UA), wo es passt, und respektieren Standards wie ISO 10816 für Schwingungsbewertung. Ihre SPS bleibt unangetastet, Ihre Hersteller-Garantie bleibt bestehen.

Für welche Maschinen lohnt sich Condition Monitoring?

Wir nachrüsten Anlagen unterschiedlichster Branchen – mit Fokus auf produzierende KMU.

  • Rotierende Aggregate — Motoren, Pumpen, Lüfter, Ventilatoren – klassisches Einsatzgebiet für Schwingungsanalyse.
  • Werkzeugmaschinen — Spindeln, Antriebe und Lager mit hoher Beanspruchung und teuren Folgeschäden bei Versagen.
  • Förder- und Antriebstechnik — Förderbänder, Rollgänge, Getriebe – kritisch für Linienverfügbarkeit.
  • Pressen, Stanzen und Umformtechnik — Hohe Lasten, Werkzeugverschleiß früh erkennen.
  • Hydraulik- und Pneumatik-Anlagen — Druck-, Temperatur- und Leckage-Erkennung.
  • Klima- und Druckluftanlagen — Energie-relevante Aggregate, oft mit großem Einsparpotenzial bei Pflege.

Unsere Leistungen im Detail

  • Schwingungsanalyse — Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsmessung gemäß ISO 10816, mit FFT-Auswertung zur Schadensfrüherkennung.
  • Temperaturüberwachung — Lager-, Wicklungs- und Öl-Temperaturen mit Alarm bei Trendabweichungen.
  • Stromaufnahme & Wirkleistung — Aufschluss über Last, Verschleiß und energetische Effizienz.
  • Anomalie-Erkennung — Regelbasierte und ML-gestützte Mustererkennung mit klar konfigurierbaren Schwellwerten.
  • Trend-Dashboards — Verlauf pro Anlage, Vergleich Schwesteranlagen, Drill-Down auf Sensorebene.
  • Wartungs-Auftrag automatisch — Bei Grenzwertverletzung wird ein Ticket in Ihrem Instandhaltungs-Tool erzeugt.

Anwendungsfälle aus der Praxis

Lüfter-Motor in der Lackieranlage

Ausgangssituation: Mehrfacher Lagerschaden mit langem Stillstand. Lösung: Schwingungs- und Temperatursensor mit Trend-Monitoring. Ergebnis: Lagerschaden 6 Wochen vor Ausfall erkannt, geplanter Tausch in der Schichtpause.

Hauptantrieb einer Werkzeugmaschine

Ausgangssituation: Unklare Vibration in höheren Drehzahlen. Lösung: FFT-Analyse mit Frequenz-Zuordnung zu Lagern und Riemen. Ergebnis: Ursache eindeutig identifiziert, Reparaturkosten halbiert.

Pumpen-Park in der Galvanik

Ausgangssituation: 12 Pumpen ohne Diagnose. Lösung: Nachrüst-Sensorik mit Schwester-Vergleich. Ergebnis: 2 Pumpen mit erhöhter Last identifiziert, Energie-Einsparung messbar.

Förderbandantrieb in der Logistik

Ausgangssituation: Förderband-Stopp durch Getriebeschaden. Lösung: Schwingungs- und Temperaturüberwachung am Getriebe. Ergebnis: Wartung bedarfsorientiert, Stillstand vermieden.

Spindel auf 5-Achs-Bearbeitungszentrum

Ausgangssituation: Spindel-Schaden mehrfach kurz nach Service. Lösung: Permanente Schwingungs-Aufzeichnung mit Auswertung pro Bearbeitungsprogramm. Ergebnis: Belastungs-Profil pro Programm sichtbar, Programme angepasst.

Kompressor-Station Druckluft

Ausgangssituation: Druckluftausfälle und hohe Energie-Kosten. Lösung: Strom-, Druck- und Temperatur-Monitoring. Ergebnis: Leckagen und Schadkompressor identifiziert, Energie-Einsparung deutlich.

In welche Systeme integriert sich Condition Monitoring?

Wir docken an Bestands-IT der Instandhaltung an – mit offenen Schnittstellen.

  • CMMS-/Instandhaltungs-Tools (IFS, MAINTAIN, Wartungsplaner) — Tickets werden bei Grenzwertverletzung automatisch erzeugt – inklusive Sensordaten als Anhang.
  • ERP-Systeme (SAP, Microsoft Dynamics, abas) — Anlagen-Stammdaten und Ersatzteil-Verfügbarkeit synchron.
  • MES-Systeme — Maschinen-Zustand fließt in Produktionsplanung ein.
  • BI-Tools (Power BI, Grafana, Looker) — Trend-Dashboards in Ihre vorhandenen BI-Tools eingebunden.
  • Microsoft Teams — Alarme in Teams-Kanäle der Instandhaltung.
  • OPC UA und MQTT — Offene Standards, kein Hersteller-Lock-in.

So gehen wir vor

  1. 1 — Anlagen-Auswahl & Use-Case-Workshop — Wir priorisieren mit Ihnen die Anlagen mit größtem Hebel (Stillstandkosten × Wahrscheinlichkeit).
  2. 2 — Sensor-Konzept — Auswahl der Sensorik (Schwingung, Temperatur, Strom), Funktechnologie und Datenfrequenz pro Anlage.
  3. 3 — Pilot mit 5–10 Anlagen — 4–8 Wochen Pilot zur Validierung von Schwellwerten und Mustererkennung.
  4. 4 — Roll-out auf den Maschinenpark — Stufenweise Ausweitung mit klaren Quartalszielen.
  5. 5 — Integration in CMMS/ERP — Tickets, Stammdaten und Reports landen in Ihren Bestands-Tools.
  6. 6 — Betrieb, Optimierung, Reviews — Wir betreiben Plattform und Sensorik, Reviews mit Ihrer Instandhaltung quartalsweise.

Was kostet Zustandsüberwachung?

Wir nennen Faktoren ehrlich – damit Sie kalkulieren können.

  • Anzahl Anlagen und Messpunkte — 1–6 Sensoren pro Anlage – je nach Komplexität und Ziel.
  • Sensortyp — Schwingung teurer als Temperatur, Industrieausführung teurer als Standard.
  • Gateway-Infrastruktur — Ein Gateway deckt typisch eine Halle ab.
  • Plattform-Pauschale — Monatlich pro Anlage, mit Mengenrabatt.
  • Integration in CMMS/ERP — Standard-Konnektoren pauschal, Sonderintegrationen aufwendiger.
  • Mustererkennung & Tuning — Setup-Aufwand für Schwellwerte und ML-Modelle einmalig.
  • Schulung Instandhalter — Halb- bis Eintagesschulung pro Standort.

Eine einzige rechtzeitig erkannte Lager- oder Spindelreparatur amortisiert das System häufig schon.

Condition Monitoring statt Kalender-Wartung.

Schadens-Erkennung

Condition Monitoring: Wochen vor Ausfall mit Trend.
Wartung nach Kalender: Erst beim Stillstand sichtbar.

Wartungsplanung

Condition Monitoring: Bedarfsgerecht.
Wartung nach Kalender: Starr nach Intervall.

Folgeschäden

Condition Monitoring: Reduziert durch frühe Aktion.
Wartung nach Kalender: Häufig durch späte Erkennung.

Energie-Effizienz

Condition Monitoring: Sichtbar pro Aggregat.
Wartung nach Kalender: Schwer messbar.

Datenbasis

Condition Monitoring: Belastbar, dokumentiert.
Wartung nach Kalender: Erfahrungs-getrieben.

Übergabe an neue Mitarbeitende

Condition Monitoring: Dashboards & Doku.
Wartung nach Kalender: Wissen geht mit Rente.

Investition

Condition Monitoring: Pro Anlage moderat.
Wartung nach Kalender: Verdeckte Kosten durch Stillstände.

Erweiterbarkeit

Condition Monitoring: Modular pro Anlage.
Wartung nach Kalender: Schwer skalierbar.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Frühwarnung Wochen vor dem Ausfall – planbare statt überraschende Reparaturen.
  • Folgeschäden vermeiden durch rechtzeitige Aktion.
  • Wartungsbudget bedarfsgerecht einsetzen, nicht starr nach Kalender.
  • Belastbare Datenbasis für Investitions- und Modernisierungs-Entscheidungen.
  • Energie-Verbesserungspotenziale werden sichtbar.
  • Wissen wird dokumentiert – nicht nur in den Köpfen erfahrener Instandhalter.
  • Nachrüstbar, ohne SPS-Eingriff und ohne Garantieverlust.
  • Offene Standards (OPC UA, MQTT) – kein Hersteller-Lock-in.

Warum Industrie-KMU uns als Condition-Monitoring-Partner wählen.

  • Bestandsmaschinen-Erfahrung — Wir nachrüsten Anlagen unterschiedlichster Hersteller – ohne Garantieverlust.
  • Eigene Plattform & deutsches Hosting — Plattform in deutschen Rechenzentren mit AV-Vertrag.
  • Offene Standards — MQTT, OPC UA – Sie bleiben Herr Ihrer Daten.
  • Standort Deggendorf — Deutschsprachiger Support, kurze Wege für Vor-Ort-Termine in Bayern.
  • Pragmatischer Pilot statt Big-Bang — Wir starten mit 5–10 Anlagen, nicht mit Komplett-Roll-out.
  • Integration in CMMS/ERP — Tickets, Reports und Stammdaten in Ihren Bestands-Tools.
  • 30 Minuten kostenlose Erstberatung — Wir prüfen ehrlich, ob Condition Monitoring für Ihre Anlagen lohnt.

Häufige Fragen (FAQ)

Müssen wir in unsere SPS eingreifen?

Nein. Sensoren werden extern montiert, die SPS bleibt unberührt.

Verlieren wir die Hersteller-Garantie?

Nein, da wir nicht in die Steuerung eingreifen.

Welche Maschinen sind sinnvoll?

Rotierende Aggregate (Motoren, Pumpen, Lüfter), Werkzeugmaschinen und Antriebe mit hoher Beanspruchung.

Wie lange dauert ein Pilot?

Typisch 4–8 Wochen mit 5–10 Anlagen.

Wie wird die DSGVO eingehalten?

Maschinendaten sind nicht personenbezogen. Plattform in deutschen Rechenzentren mit AV-Vertrag.

Können Bestands-CMMS angebunden werden?

Ja, über Standard-Konnektoren oder API – z. B. Wartungsplaner, IFS, MAINTAIN, MEX.

Welche Funktechnologie nutzt ihr?

LoRaWAN für lange Reichweite, BLE/Wi-Fi für kurze Strecken, MQTT/OPC UA für vernetzte Anlagen.

Wer wertet die Daten aus?

Erste Anomalie-Erkennung ist automatisch. Ihre Instandhalter sehen klare Dashboards mit Handlungsempfehlung.

Was, wenn ein Sensor ausfällt?

Sensoren melden Batterie-/Konnektivitäts-Status. Tausch im Rahmen Servicevertrag.

Brauchen wir eigene Industrie-IT?

Nein. Wir bringen Gateway, Funk und Plattform mit – nur Strom muss vor Ort sein.

Können wir Schwingungsdaten exportieren?

Ja, als Roh-Daten oder vorverarbeitet – CSV, Parquet, REST.

Wie lange dauert die Amortisation?

Häufig amortisiert eine einzige rechtzeitig erkannte Reparatur das System.

Sprechen Sie mit uns über Ihr Vorhaben — 30 Minuten kostenlose Erstberatung, ehrlich und ohne Verkaufsdruck. Telefon +49 991 492-2852-0, E-Mail info@tila-tech.de oder direkt online buchen.