LoRaWAN oder NB-IoT? Welche Funktechnologie passt zu Ihrem Projekt

Reichweite, Akkulaufzeit, Indoor-Empfang und laufende Kosten unterscheiden sich deutlich. Wir zeigen, wann welche Technologie die richtige Wahl ist.

Reichweite, Akkulaufzeit, Indoor-Empfang und laufende Kosten unterscheiden sich deutlich. Wir zeigen, wann welche Technologie die richtige Wahl ist.

Wenn ein IoT-Projekt scheitert, liegt es selten an den Sensoren — sondern fast immer an der Funkstrecke. Wer hier die falsche Technologie wählt, baut sich teure Probleme ein, die später kaum noch zu reparieren sind.

Im Mittelstand stehen für die meisten Anwendungen zwei Technologien zur Auswahl: LoRaWAN und NB-IoT. Beide klingen ähnlich, sind aber für unterschiedliche Szenarien gemacht.

Die wichtigsten Unterschiede in einem Satz

  • LoRaWAN: eigenes Funknetz, das Sie selbst betreiben — günstig im laufenden Betrieb, aber Sie verantworten die Abdeckung.
  • NB-IoT: Mobilfunk eines Netzbetreibers — keine eigene Infrastruktur nötig, dafür monatliche Kosten pro Sensor.
  • Reichweite: LoRaWAN bis ca. 5 km im Freien, NB-IoT überall, wo Mobilfunk verfügbar ist.
  • Akkulaufzeit: beide 5–10 Jahre, NB-IoT meist etwas geringer bei häufigem Senden.

Wann LoRaWAN die bessere Wahl ist

LoRaWAN spielt seine Stärken aus, sobald Sie auf einem klar abgegrenzten Gelände viele Sensoren betreiben — typische Beispiele sind Industrieareale, Logistikhöfe, Lagerhallen oder kommunale Liegenschaften. Ein Gateway kostet einmalig ein paar hundert Euro und versorgt anschließend hunderte Sensoren ohne laufende Kosten.

Wann NB-IoT die richtige Wahl ist

NB-IoT lohnt sich überall dort, wo Sensoren verteilt sind: Asset-Tracking auf der Straße, Energiezähler in Mietwohnungen, Maschinen bei Kunden vor Ort. Sie sparen sich den Aufbau einer eigenen Funkinfrastruktur — bezahlen aber 1–3 € pro Sensor und Monat an den Netzbetreiber.

Hybridmodelle sind oft die sauberste Lösung

In vielen Projekten setzen wir beide Technologien kombiniert ein: LoRaWAN für die zentrale Liegenschaft, NB-IoT für mobile oder dezentrale Geräte. Die Daten landen am Ende ohnehin im selben Dashboard.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

  • Wo befinden sich die Sensoren — auf einem Gelände oder verteilt?
  • Welche Hindernisse gibt es (Stahlbeton, Kühlraumwände, Tiefgaragen)?
  • Wie häufig müssen Daten übertragen werden (alle 15 Minuten oder nur einmal täglich)?
  • Wie lange soll der Sensor ohne Batteriewechsel laufen?

Diese vier Fragen klären in 90 % der Fälle die Technologiewahl. Den Rest entscheiden lokale Gegebenheiten — und die nehmen wir vor jedem Rollout im Rahmen einer kurzen Funkmessung selbst auf.

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